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Die Berliner Produzentin und Schauspielerin Nadja Tenge erinnert mit einer
Theater-Performance an die anhaltende Diskriminierung vieler Frauen. Aus
der Perspektive einer vor Kraft und Stärke sprudelnden Sheherazade wird
im ACUD-Theater die Entstehungsgeschichte des Märchens "1001 Nacht" erzählt
und dabei mit List, Humor und Sinnlichkeit die Würde der Frauen gefeiert.
Gewalt und patriarchale Strukturen sind die Themen der algerischen Autorin
Assja Djebar, deren Texte den ersten Teil der Inszenierung bestimmen. Fünf
Performerinnen mit familiären Bindungen an die islamische Tradition setzen
authentische Berichte über junge Frauen, Mütter und Gefangene in Szene.
Die Protagonistinnen verbindet ihr außergewöhnlicher Mut, mit Traditionen
zu brechen, um ein selbstbestimmtes Leben zu wagen. Dabei zeigen
aus orientalischen Liedern, Klassik und Soul improvisierte Gesangseinlagen
der Deutsch-Perserin Elena Rezai, wie schmal der Grat zwischen Verzweiflung
und Aufbegehren sein kann.
"1000 und eine Frau" ist eine sinnliche Hommage an die Selbstbestimmung
der Frau. Die aus einer engen Zusammenarbeit von Nadja Tenge und der
Regisseurin I. C. Zarypow entstandene Collage, versucht bereits im Titel deutlich
zu machen: Entweder gehen unterdrückte Frauen an Verzweiflung zugrunde
oder sie besinnen sich gemeinsam auf ihre Stärke und Lebenskraft.
Regie: I.C. Zarypow
Bühnenbild: Berit Schweska
Kostümbild: Monika Bersch
mit: Nadja Tenge (D / Irak)
Idil Baydar (Türkei)
Nadja Hamami (D / Irak)
Elena Rezai (D / Iran)
Nora Hofmann (D / Österreich)
Eintritt: 12 € / erm. 8,- € (5,- Berlin-Ticket)
in Kooperation mit dem Theaterhaus Mitte und
mit freundlicher Unterstützung von Förderband e.V.
* Copyright 1980 by Assia Djebar / Copyright 2004, Verlag C.H. Beck
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