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Fotos: Simone Kempert

Hommage an die Selbstbestimmung
"1000 und eine Frau"
Eine humorvolle und sinnliche Theater-Performance mit Texten von Assja Djebar
Die Berliner Produzentin und Schauspielerin Nadja Tenge erinnert mit einer Theater-Performance an die anhaltende Diskriminierung vieler Frauen. Aus der Perspektive einer vor Kraft und Stärke sprudelnden Sheherazade wird im ACUD-Theater die Entstehungsgeschichte des Märchens "1001 Nacht" erzählt und dabei mit List, Humor und Sinnlichkeit die Würde der Frauen gefeiert.

Gewalt und patriarchale Strukturen sind die Themen der algerischen Autorin Assja Djebar, deren Texte den ersten Teil der Inszenierung bestimmen. Fünf Performerinnen mit familiären Bindungen an die islamische Tradition setzen authentische Berichte über junge Frauen, Mütter und Gefangene in Szene. Die Protagonistinnen verbindet ihr außergewöhnlicher Mut, mit Traditionen zu brechen, um ein selbstbestimmtes Leben zu wagen. Dabei zeigen aus orientalischen Liedern, Klassik und Soul improvisierte Gesangseinlagen der Deutsch-Perserin Elena Rezai, wie schmal der Grat zwischen Verzweiflung und Aufbegehren sein kann.

"1000 und eine Frau" ist eine sinnliche Hommage an die Selbstbestimmung der Frau. Die aus einer engen Zusammenarbeit von Nadja Tenge und der Regisseurin I. C. Zarypow entstandene Collage, versucht bereits im Titel deutlich zu machen: Entweder gehen unterdrückte Frauen an Verzweiflung zugrunde oder sie besinnen sich gemeinsam auf ihre Stärke und Lebenskraft.

Regie: I.C. Zarypow
Bühnenbild: Berit Schweska
Kostümbild: Monika Bersch
mit: Nadja Tenge (D / Irak)
Idil Baydar (Türkei)
Nadja Hamami (D / Irak)
Elena Rezai (D / Iran)
Nora Hofmann (D / Österreich)

Eintritt: 12 € / erm. 8,- € (5,- Berlin-Ticket)

in Kooperation mit dem Theaterhaus Mitte und
mit freundlicher Unterstützung von Förderband e.V.

* Copyright 1980 by Assia Djebar / Copyright 2004, Verlag C.H. Beck



ACUDtheater
Fr 22.1. 20:00 Uhr,  Sa 23.1. 20:00 Uhr