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Vernissage
KörperBau - Irma Markulin
Wir laden ein zur Vernissage von Irma Markulin
03.10.2008 20 Uhr
Einzelausstellung in der Acud Galerie Veteranenstraße 21 Öffnungszeiten Di. – So. 17 bis 23 Uhr
- kuratiert von Klaudija Sabo und Philipp Koch -

Die Karl Marx Allee, der Palast der Republik, die Brücke von Mostar. Alle historisch mit ganz unterschiedlicher Bedeutung aufgeladenen Bauwerke liegen in den Armen einer jungen Frau. Schützend, fast behutsam werden sie von ihr gehalten. Der Blick, im Ganzen in sich ruhend, wendet sich mal dem Betrachter, mal dem Architektur-Objekt zu.

Der Werkzyklus der jungen kroatischen Malerin Irma Markulin zeichnet sich durch graphische Minimalität und Zurückgenommenheit aus. Zum einem ist da die bewusst gesetzte Ästhetik, die an modernes Design erinnert, zum Anderen die ungewöhnliche Verbindung von Porträt und Architektur. Fein aufgetragene Acrylfarben in Schwarz- und Grautönen bilden dabei ihr bevorzugtes Medium.

Die Künstlerin mischt in ihren Arbeiten Kontexte ihrer Heimat Kroatien und ihres neuen Lebensumfelds Berlin. Sie greift das kunstgeschichtliche Phänomen der Schutzpatrone auf und schafft durch die Verbindung mit einzelnen, symbolisch aufgeladenen Bauwerken und Ensembles einen Bezug zu unserer Zeit. Die Künstlerin selbst (es handelt sich um Selbstportraits) beschützt die über die Zeit transformatorisch mit Bedeutung aufgeladenen Bauwerke.

Irma Markulin wurde am 22.02.1982 in Banja Luka geboren, lebte und studierte bis zum Jahr 2006 in Zagreb an der Universität der schönen Künste Malerei (abgeschlossen). Seit 2007 ist sie Studentin der freien Kunst an der Hochschule für Gestaltung Weißensee. Neben einem Studienstipendium in Prag wurde ihr im Jahr 2005 der Preis der Handelskammer Nagrada, Zagreb verliehen.


ACUDgalerie
Fr 3.10. 20:00 Uhr