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Oren Lazowski


Slavisa Stevanovic


Birte Schneider


Katharina Resch


Joaquin Crespo Lopez


Ruben und Rebecca


Paul Wollin

Ein Spätsommer-Kunst-Event
SWIMMINGPOOL
Tanz und mehr...
Das Event SWIMMINGPOOL vereint fünf Berliner Tanzschaffende in einem Programm, welches durch Vielfalt und Unvorhersehbarkeit besticht. Die Beiträge sind so unterschiedlich wie ihre Interpreten und Macher. Von zeitgenössischem Tanz, geführter Improvisation bis zu modernem Burlesque-Tanz. Ergänzt und begleitet wird das Ganze von einer Pool-Installation, einer Pianistin und einem DJ.

SWIMMINGPOOL ist Auffangbecken unterschiedlicher Emotionen und Facetten, die die Künstler in ihrer eigenen Sprache transportieren. Der Pool als Sammelsurium verschiedenster Tanzsprachen - ohne Angst vor den ganz großen Themen: Erotik, Tod, Leben, Leichtigkeit, Dekadenz... Hier haben sich fünf Berliner Tanzschaffende spontan zu einer Kooperation entschlossen.

Gastgeber: Stephan Ehrlich, Julieta Figueroa, Oren Lazovski, Georgia Smith, Katharina Resch, Birte Schneider, Ruben Reniers u.a.

Oren Lazowski – “Intermezzo Negro”

"Intermezzo Negro" ist ein bittersüßes Duett, das sich mit grundsätzlichen Fragen zu Identität, Besitz und Sehnsucht beschäftigt. Die Hauptfigur wird durch ein Akkordeon verkörpert, das sich innerhalb des Stückes vom Kunstobjekt, in einen Liebhaber, in verschiedene bizarre Fabelwesen und schließlich in ein Musikinstrument verwandelt. Zwei Männer werden magisch durch das Akkordeon angezogen und so entwickelt sich eine turbulente Hass-Liebes-Beziehung zwischen den Objekten und Subjekten. Themen der Grenzsetzung, Identifikation und Kommunikation vermischen sich in surrealistischer, überraschender Weise und laden den Zuschauer in fantasiereiche innere Welten ein.

Julieta Figuera – “Solo Terror”

„Solo Terror“ zombies !... Sie sind wir! ...und wir sind sie! Diese Filmfigur hat sich als immer währende, zeitlos aktuelle Allegorie auf das Menschsein in der Popkultur etabliert. Zombies als Metapher für Habitus, Ängste und Verlangen in der Gesellschaft, für ein angepasstes Dahinvegetieren, unterwürfiger und kritikloser Gehorsam, passivem Konsum und Desinteresse. Der lebende Tote, das willenlose Wesen.

Katharina Resch, Birte Schneider und Slavisa Stevanovic – “AQUA – Elementary”

“AQUA – Elemantary “ ist das Ergebnis eines Zusammenschlusses dreier Künstler unterschiedlicher Bereiche – Tanz, elektronische Beats und klassisches Piano vereinen sich zu einer gemeinsamen Improvisation zum Thema Wasser als elementarer Ursprung des Lebens, stes im Fluss und kaum greifbar. Mal fest als Eis, mal flüchtig als Dampf und mal flüssig als Adern der Erde ist Wasser das uns alle verbindende Medium. Schlagworte wie “Körper-Fluss-Bewegung-Transformation” weisen uns durch die Stille und gleichzeitige Turbulenz unserer Zeit.

Rosa Schmidt – “ARCADIA CONSTRUCTIONS”

Mit der performativ - installativen Veränderung des Raums sollen durch allmähliche Materialimplementierungen zwischen Publikums- und Bühnenraum momenthaft Bedeutungsaspekte des SWIMMINGPOOLS als geteiltem sozialen Raum, als Form der urbanen Natur und als Ort der flüchtigen urbanen Präsenz prozessartig aufscheinen, einander überlagern und wieder verschwinden. Der SWIMMINGPOOL wird hierbei sowohl mit seinen repräsentativen als auch resilienten Strukturen und Gesten sozialer und naturbezogener Ein- und Ausschlüsse angesprochen, die Verwendung einfacher Materialien/Apparaturen wie u.a. Glas/Baustrahler verweist auf die alltägliche Lebenswelt außerhalb des Bühnenraums als auch auf den dialogischen Konstruktionsprozess im Grenzbereich zwischen Performance/Kunst/Architektur.

Stephan Ehrlich und Joaquin Crespo Lopez – “La Piscine”

Im Mittelpunkt steht der Sehnsuchtsort Swimming Pool. Um ihn herum entstehen die sommerlichen Fantasien eines jungen Mannes. La Piscine spielt mit cineastischen Anklängen und verschränkt Bühnengeschehen und Projektion. Die Choreographie beschreibt sinnliche Zustände und schafft Brücken zwischen Leinwand und Bühne.

Ruben Reniers – “Duett – Aussschnitt aus ‘SimulacrumX (Part 2)’”

“SimulacrumX (Part 2)” - Ausgewählt für den „Best-Solo-Fördernachswuchs“ sowie Gewinner des Publikumspreises des IV. Intern. Solo|Duo Tanzfestivals NRW 2014. In diesem interdisziplinären Projekt gehen Tanz, Sprache, Video, Licht und Live-Musik eine spannungsreiche Synthese ein, wobei die Simulationstheorie von Jean Baudrillard als thematische Basis fungiert. Dieser sieht im Simulacrum ein vom Signifikant gelöstes Teilchen, welches nurmehr eine Realität simuliert, mit seinem Ursprung aber nicht mehr identisch sein muss. Diese beunruhigende Feststellung soll in der Choreografie visualisiert werden, wobei die Künstler sowie die Zuschauer zur Hinterfragung der eigenen Wahrnehmungsgewohnheiten angeregt werden sollen.

Paul Wollin (Schauspiel) und Birte Schneider (Regie)– “M.A.N.”

M.A.N. ist ein eigens für Swimmingpool kreirtes Stück, das sich mit Themen der Erotik, Geschlechterdivergenz und der Rollenfindung des Individuums innerhalb unserer gesellschaftlich konstruierten Realität befasst. Der Monolog als ein Brückenschlag zwischen der metaphysischen Ebene des Denkens und der praktisch-pragmatischen Ebene des alltäglichen Seins und Handelns. M.A.N – man – Mann – Frau – und wo stehe ich?

Kartenvorverkauf unter:
http://stephanehrlich.de/tickets-swimmingpool/

Eintritt: 7 €


ACUDtheater
Sa 3.9. 20:00 Uhr