< < < zurückblättern

Kunsthaus ACUD bleibt

WIR bauen unserer Zukunft ein Zuhause

Der Vorstand des Alternativen Kunstverein ACUD teilt mit, daß im Ringen um die Erhaltung des Kulturstandortes in der Veteranenstr. 21 der erste entscheidende Erfolg erzielt wurde:

Am 13. März 2001 hat die Berliner Stiftung "UMVERTEILEN! Stiftung für eine, solidarische Welt" der Erbengemeinschaft Veteranenstr. 21 ein notarielles Kaufangebot über 900.000 DM unterbreitet. Dieses Angebot wurde vom Anwalt der Erben am 21. März 2001 angenommen. Die Stiftung als Eigentümerin des Grundstückes wird am 5. April mit dem Kunstverein ACUD einen Erbbaurechtsvertrag für die Dauer von 50 Jahren schließen.

Damit erhält das ACUD erstmalig seit seinem Bestehen die Chance, sein umfassendes soziokulturelles Programm an einem für einen langen Zeitraum gesicherten Ort anzubieten.

Die vielfältigen Bemühungen des Bezirksamtes Mitte; des Koordinierungsbüros für Stadtentwicklung, der Wohnungsbaugesellschaft Mitte, der mit dem ACUD verbundenen Künstlerinnen und Künstler, aller MitarbeiterInnen sowie vieler Menschen, die das ACUD sowohl materiell als auch ideell unterstützen, haben dies ermöglicht. Nicht zuletzt hat der Investor, der das Grundstück im April erworben hatte, um Eigentumswohnungen darauf zu errichten, darauf verzichtet, diese Idee weiterzuverfolgen. Damit wurde ein erneutes Kaufangebot an die Erbengemeinschaft möglich.

Für den Verein bedeutet dies nun, seine Zukunft zu verwirklichen. Eine Zukunft, die vorsieht, die Arbeit des Vereins in sanierten größeren Veranstaltungsräumen auf eine solche wirtschaftliche Grundlage zu stellen, die es ermöglicht, die gegenwärtige Struktur des Hauses beizubehalten und seinen interdisziplinären Charakter weiterzuentwickeln. Besonders jungen Künstlerinnen und Künstlern die ersten Schritte zu ermöglichen sehen wir als einen unverzichtbaren Faktor der Berliner Kulturlandschaft an. Ebenso wie wir sicher sind, daß auch in Zukunft Menschen, die dies brauchen, sich in unserem Haus sozial rehabilitieren können.

Wir hoffen, daß unseren Anträgen bei verschiedenen Fördermittelgebern, angefangen vom Berliner Senat über die Stiftung Klassenlotterie entsprochen wird, damit unsere Bemühungen auch weiterhin erfolgreich sind.

Für uns fängt die Arbeit erst an!

Berlin, am 28. März 2001

Stefan Donath
Vorstandsvorsitzender
Jutta Braband
Geschäftsführerin
Dagmar Kaczor
Sprecherin